Legionellenprüfung – sauberes Kühlwasser erhöht die Betriebssicherheit

Die regelmäßige Legionellenprüfung dient nicht nur der Prävention, sondern ist die Basis für effektive Sofortmaßnahmen bei erhöhten Konzentrationen von Legionellen im Kühlwasser. Bei starkem Befall durch Legionellen kann sogar die Stilllegung der Anlage drohen.

Betreiber von Verdunstungskühlanlagen und Anlagen mit offenen Kühlwasserkreisläufen sind für geringe Keimbelastungen und die regelmäßige Durchführung der Legionellenprüfung verantwortlich. So ist beispielsweise die Legionellenkonzentration im Kühlwasser von Hybridkühltürmen gemäß der Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 (Stand 2015) vierteljährlich zu prüfen. Denn mit Legionellen kontaminiertes Kühlwasser ist eine mögliche Quelle für Legionelleninfektionen, die zu ernsthaften Erkrankungen und Todesfällen führen können.

Das Wachstum der Legionellen und der Aerosolaustrag durch Verdunstungswasser sollen daher weitestgehend eingedämmt werden. Um einen Befall mit Legionellen zu vermeiden, sollte ein hygienischer Betrieb von Kühlanlagen mit höchstmöglicher Sicherheit für Mitarbeiter und Bevölkerung gewährleistet werden, zum Beispiel durch

Legionellenprüfung

  • eine geeignete Planung, Standortwahl und Konstruktion
  • mindestens vierteljährliche Legionellenprüfung
  • Minimierung des Aersolaustrags
  • wirksamer Mitarbeiterschutz durch Hygienevorschriften und -schulungen
  • eine effektive Wasserbehandlung
Die Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 betrifft bestehende Rückkühlanlagen und Neubauten:

  • Verdunstungskühlanlagen und -apparate, bei denen Wasser durch Verrieselung oder Sprühwasser direkt mit Luft in Kontakt kommt bzw. Kühlwasser als Kühlmedium eingesetzt wird.
  • Hybridkühltürme
  • Naturzugkühltürme mit weniger als 200 MW Leistung
  • Verdunstungskondensatoren
Naturkühltürme mit mehr als 200 MW Leistung und Anlagen mit Taupunktunterschreitung oder Trockenbetrieb unterliegen nicht den vorgenannten Hygiene-Richtlinien zum Schutz vor Legionellen.

Legionellenprüfung: Grenzwerte und Maßnahmen

Innowac verfügt über langjährige Erfahrung in dem Bereich der Kühlwasserbehandlung. Wir bieten Ihnen praxiserprobte, wirtschaftliche und wirksame Konzepte zum Legionellenschutz wie zur akuten Bekämpfung von Legionellen. Unsere Hygiene-Experten unterstützen Sie

  • bei der regelmäßigen Probenahme und der Analyse durch ein Fachlabor
  • mit fachlicher Begleitung und weiteren mikrobiologischen Untersuchungen
  • bei der Entwicklung von Notfallkonzepten und der Einleitung schneller Gegenmaßnahmen bei erhöhter Konzentration von Legionellen
  • bei der Installation effizienter MSR-Technik zur dauerhaften Hygieneüberwachung

Die Legionellenprüfung auf das Bakterium Legionella spp. ist über die Normen ISO 11731 und DIN EN ISO 11731-2 zu erbringen. Die Proben dürfen nur von Hygiene-Spezialisten entnommen werden. Dabei sind die Entnahmestellen für die Wasserproben repräsentativ auszuwählen. Da eine völlige Eliminierung von Legionellen im Kühlwasser kaum zu erreichen ist, werden Werte deutlich unter 100 KBE/100 ml als unkritische Belastung angesehen. Folgende Handlungsschemata sollten beim direkten Nachweis von erhöhtem Befall mit Legionellen befolgt werden, um so eine Ausbreitung frühzeitig zu vermeiden.

  • < 100 KBE/100 ml
    Es sind keine Maßnahmen notwendig, grundsätzlich wird eine geringere Konzentration von Legionellen angestrebt.
  • 100 bis < 1.000 KBE/100 ml
    Die Wiederholung der mikrobiologischen Untersuchung ist erforderlich. Sollte die erhöhte Konzentration fortbestehen, sollten die monatlichen Untersuchungen fortgesetzt werden.
  • 1.000 bis > 10.000 KBE/100 ml
    Die sofortige Wasserbehandlung mit einem geeigneten Biozid sowie die gleichzeitige Ursachensuche und Mängelbeseitigung sind umgehend einzuleiten. Die mikrobiologische Untersuchung mit Beprobung an mehreren Probenahmestellen wird monatlich wiederholt. Die weitere Kontrolle der Wasseraufbereitung und die Anpassung der Kühlwasserbehandlung sind erforderlich. Bei weiterem Befall sollte ggf. die Anlage mit Chlordioxid desinfiziert werden.
  • ≥ 10.000 KBE/100 ml
    Eine umgehende Gefahrenabwendung durch sofortige Gegenmaßnahmen gemäß der Gefährdungsbeurteilung und dem Maßnahmenkatalog für Störfälle, wie Stoßdosierung mit Biozid, Entleerung, Reinigung und Desinfektion mit Chlordioxid, sind einzuleiten. Des Weiteren sollten Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern und Bevölkerung ergriffen, die weitergehende Ursachenermittlung fortgesetzt werden und die umgehende Beseitigung der Mängel erfolgen. Sollten bei der Überprüfung der Wirksamkeit durch weitere mikrobiologische Untersuchungen in kürzeren Abständen immer noch Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden, ist die Stilllegung der Anlage und die Durchführung umfassender Sanierungsarbeiten zu prüfen. Bei einer späteren Wiederinbetriebnahme der Anlage müssen umgehend Prüfungen des Kühlwassers auf Legionellen folgen.

Kühlwasserhygiene schützt vor Legionellen

Die regelmäßige Prüfung auf Legionellen ist nur eine Maßnahme für den sicheren, hygienischen Betrieb von Kühlanlagen. Denn das warme Kühlwasser mit einer Temperatur von 25 bis 35 Grad und einem reichen Nährstoffangebot bietet ideale Bedingungen für das Wachstum zahlreicher Keime. Jede Störung wirkt sich auf die Sicherheit und die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus. Denn eine lange Lebenszeit und optimale Betriebsergebnisse können nur mit regelmäßiger Wartung, Reinigung und durch eine über die Prüfung auf Legionellen hinausgehende Kontrolle der Kühlwasserqualität erreicht werden.

Daher dient ein übergreifendes Gesamtkonzept zur Kühlwasserhygiene nicht nur dem Schutz vor Legionellen, sondern auch vor anderen Störfaktoren wie

  • Bildung von Biofilmen als Nährboden für Bakterien und Keime
  • Ablagerungen und Korrosion
  • Härteausfällungen

Umfassende Gefährdungsanalysen zur Bewertung hygienischer Risiken mit konkreten Maßnahmenplänen bei Grenzwertüberschreitungen führen zu klaren Verantwortungsbereichen und Handlungsanweisungen und somit zu schnellen Reaktionen bei Störfällen. Unerlässlich ist zudem die regelmäßige Schulung aller internen und externen Mitarbeiter, die mit Kühlwasser in Kontakt kommen bzw. für die Kühlwasserbehandlung und -kontrolle zuständig sind.

Innovative Wasserchemie zur Kühlwasserbehandlung

Mit praxiserprobten Behandlungskonzepten lösen wir Ihre Probleme im Bereich Härtestabilisierung, Dispergierung und Korrosionsinhibierung. Damit Sie die Mikrobiologie im Wasser dauerhaft kontrollieren können, bieten wir Ihnen eine breite Palette an Bioziden, die die Belagbildung und die daraus resultierenden Folgeschäden vermeiden. Mit unseren schlüsselfertigen Anlagen zur Dosierung, Überwachung und Regelung von wasserführenden Systemen können Sie die Online-Kontrolle Ihrer Kühlsysteme optimieren und die Sicherheit des Betriebs zusätzlich erhöhen. Wir stellen die Anlagen anwendungsspezifisch zusammen und übernehmen die Installation, Inbetriebnahme und selbstverständlich auch die Wartung und Pflege im Rahmen unseres Services.

Innowac bietet Ihnen umfassende Beratung und wirksame Produkte zur Kühlwasserbehandlung aus einer Hand. Für Ihre industriellen Kühlwasserkreisläufe erstellen unsere Außendienstingenieure ein individuelles Behandlungskonzept zur Kühlwasserhygiene. Sprechen Sie uns an!

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